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Bericht zur Sitzung des Ausschusses für Verwaltungsangelegenheiten, Soziales und Kultur vom 07. Juli 2021

Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses wurden im öffentlichen Teil der Sitzung über die Fortschreibung der Kindergartenbedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2021/2022 informiert.Die nicht öffentliche Sitzung umfasste drei Tagesordnungspunkte.

Zu Beginn der Sitzung bedankte sich Bürgermeister Frederick Brütting für die zahlreichen Glückwünsche zu seiner Wahl zum Oberbürgermeister von Aalen. Die Amtseinsetzung in Aalen wird am 01. Oktober 2021 sein. Er versicherte, sich bis zum letzten Tag seiner Tätigkeit als Bürgermeister von Heubach voll zu engagieren. Der Termin der Wahl für seine Nachfolge wird in der nächsten Gemeinderatssitzung am 20.07.2021 festgelegt. Für die Besetzung des Gemeindewahlausschusses werden die Fraktionen Vorschläge unterbreiten.   Fortschreibung der örtlichen Kindergartenbedarfsplanung 2021/2022
Die stellvertretende Hauptamtsleiterin Ute Knöpfle informierte umfassend über die aktuelle Entwicklung im Kindergartenbereich sowie die Prognose für die Zukunft. Sie ging auf die demographische Entwicklung (Bevölkerung und Geburtenzahlen) ein und stellte fest, dass nach einem Einbruch in 2013 (Rückgang um ca. 4 %) die Anzahl der Einwohner bis 2020 sukzessive wieder anstieg und sich in den Jahren 2017 bis 2019 auf einem nahezu gleichbleibenden Niveau bewegte. Gegenüber 2019 erhöhte sich die Bevölkerungsanzahl im Jahr 2020 um rund 1,2 % auf insgesamt 9.894 Einwohner (Stand 31.12.2020). Frau Knöpfle merkte an, dass der Trend anhält und wies außerdem auf zu erwartende Zuwächse durch Zuzüge in Folge der neuen Baugebiete hin. Die Geburtenstatistik verzeichnete mit 107 Geburten einen Höchststand im Jahr 2011. Danach gingen die Geburten bis 2017 stetig zurück (durchschnittlich ca. 23 %), um ab 2018 wieder anzusteigen (102 Geburten in 2018, 98 Geburten in 2020). Bis Ende Juni 2021 waren bereits 44 Geburten zu verzeichnen. Frau Knöpfle unterstrich, dass die demographische Entwicklung entsprechende Auswirkungen auf die Kindergartenplanung hat. Nach der Geburtenprognose für die nächsten Jahre werde deutlich, dass Betreuungsplätze fehlen werden (Unterdreijährige nehmen in den altersgemischten Gruppen zwei Plätze ein) und auch im Hinblick auf den bestehenden Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz entsprechende Lösungen für das Kindergartenjahr 2022/23 entwickelt werden müssen. Die aktuelle Wahl der Betreuungsformen mache den Bedarf im Sinne einer Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich. Es wird vermehrt die Verlängerte Öffnungszeit gewählt, die Inanspruchnahme der Regelbetreuung ist rückläufig. Ebenfalls ansteigend ist die Anzahl der Kinder mit besonderen Entwicklungsansprüchen in den Einrichtungen (z.B. Verhaltensauffälligkeiten aufgrund von Fluchterfahrung, keine Deutschkenntnisse), was eine zusätzliche Herausforderung für das Kindergartenpersonal darstellt. Frau Knöpfle wies außerdem darauf hin, dass das Stundenkontingent der Integrationskräfte zu gering sei. Frau Knöpfle informierte bezüglich der Belegungsquote, dass die Auslastung der altersgemischten Gruppen im laufenden Kindergartenjahr 2020/21 bei 98 % liegt und dementsprechend nur noch wenige Plätze zur Verfügung stehen bzw. in einigen Einrichtungen bereits fehlen. Dem Defizit von drei Plätzen in den Heubacher Einrichtungen stehen noch insgesamt zwölf freie Plätze im Kindergarten St. Barbara, Lautern gegenüber. Die Belegungsquote in den Krippen beläuft sich auf 90 % und die Betreuten Spielgruppen des Mütterzentrums sind vollständig ausgelastet.In den acht Einrichtungen mit insgesamt 18 Gruppen stehen für Kinder ab zwei Jahren bis zum Schuleintritt insgesamt 420 Plätze in Heubach und Lautern zur Verfügung (ab 09/2021 417 Plätze aufgrund weiterer Plätze in verlängerter Öffnungszeit im Kindergarten St. Maria). Neuerungen im Rahmen der Digitalisierung sind die Installation der “Kita-Info-App“ (schneller Kontakt und Informationsaustausch zu und mit den Eltern) seit Februar 2021 in den städtischen Einrichtungen sowie seit Mai 2021 die Bereitstellung der Onlineplattform „Little Bird“ (leichtere Suche und Anfrage für einen Kindergartenplatz). Beide Angebote werden nach Aussage von Frau Knöpfle sehr gut angekommen. Nach dem vorliegenden Stand der Anmeldungen (30.06.2021) sind mit Beginn des neuen Kindergartenjahres 2021/22 in den altersgemischten Gruppen rund 78 % belegt, bis zum Ende des Kindergartenjahres steigt die Belegung auf 94 %. Es stehen demnach nur noch je 11 freie Plätze in Heubach und Lautern zur Verfügung. Nach der Erfahrung der Vorjahre werden 10 bis 15 Plätze durch Nachzug u.ä. benötigt. Frau Knöpfle merkt an, dass der Naturkindergarten eine sehr gute Nachfrage erfährt und nicht alle Anfragen befriedigt werden können. Für 2022/23 liegen bereits sieben Anmeldungen vor. Eventuell sollte hier über die Anschaffung eines zweiten Bauwagens nachgedacht werden. Die Auslastung der drei Krippengruppen (Triumphini Kinderwelt und Kinderhaus) liegt bei 93,3 Prozent; die Triumphini Kinderwelt ist voll belegt. In den Betreuten Spielgruppen des Mütterzentrums sind noch einige freie Plätze vorhanden. Aktuell wird der überwiegende Anteil der Kinder in altersgemischten Gruppen in Regelgruppen (55 %) und ca. 37 % mit verlängerter Öffnungszeit betreut; rund acht Prozent der Kinder sind in der Ganztagesbetreuung. Nach den Anmeldungen zum neuen Kindergartenjahr wählten ca. 44 % eine Regelbetreuung, ca. 47% eine verlängerte Betreuung und ca. 9 % eine Ganztagesbetreuung. Dies entspricht dem landesweiten Trend einer vermehrten Nachfrage der entsprechenden Betreuungsformen. Die Betreuung in Notgruppen während der pandemiebedingten Schließung der Einrichtungen wurde mit durchschnittlich 55 % in Anspruch genommen. Als Ausblick stellte Frau Knöpfle dar, dass weiterhin von stabilen Geburtenjahrgängen der Dreijährigen auszugehen sei, ebenso von einer wachsenden Nachfrage der Aufnahme von zweijährigen Kindern in altersgemischte Gruppen. Nach den Vorausberechnungen sind für das Kindergartenjahr 2021/2022 zwar noch Kapazitäten vorhanden, im Hinblick auf zu erwartende Zuzüge durch die Realisierung neuer Baugebiete (Triumphareal und „Auhölzle“) sei es jedoch notwendig, Plätze für eine steigende Nachfrage vorzusehen. Dem wird mit der Einrichtung von zwei weiteren altersgemischten städtischen Kindergartengruppen für Kinder ab zwei Jahren mit verlängertem und/oder ganztägigem Betreuungsangebot im Areal Übelmesser genüge getan (plus 44 Plätze). Frau Knöpfle wies abschließend darauf hin, dass in Heubach weiterhin eine Mischung von Betreuung in verlängerter Öffnungszeit und Ganztagesbetreuung möglich ist. Da die Kinder in Mischform in der Ganztagesgruppe geführt werden, muss die Ganztagesbetreuung allerdings für mindestens drei Tage gewählt werden, um eine zumindest annähernde Abdeckung der Kosten durch die Elternbeiträge zu erzielen.  Bürgermeister Brütting unterstrich, dass der Bedarf in Heubach gut abgedeckt ist. Dies sei keine Selbstverständlichkeit und aufgrund der vorausschauenden Planung (Triumphini, Naturkindergarten, vierte Gruppe im Kinderhaus, Planung Areal Übelmesser und Angebote MüZe) gelungen. Heubach zeichne sich durch eine große Vielfalt der Betreuungsarten und eine große Trägervielfalt aus.   Das Gremium nahm von der Fortschreibung der Kindergartenbedarfsplanung im Jahr 2021/2022 zustimmend Kenntnis.  SonstigesStadträtin Christine Sommer gab einige Anfragen aus der Bürgerschaft weiter: - Nach der Fertigstellung der Brühlstraße fehlen die zuvor vorhandenen Verkehrsschilder.Bürgermeister Brütting sagte zu, dies prüfen zu lassen. - Wie in Lautern wird auch in die Container in der Scheuelbergstraße Tag und Nacht Altglas eingeworfen. Es wird die Frage nach einer anderen Standortmöglichkeit gestellt.Der Vorsitzende merkte an, dass dafür Vorschläge für Alternativen notwendig sind und stellte fest, dass die Container aus Praktikabilitätsgründen in der Nähe der Wohnbebauung sein müssen. - Das neue Fitnesscenter im Triumphhochbau beschallt die Nachbarschaft mit sehr lauter Musik bei offenen Fenstern. Hier wird nach einer Lösung gefragt.Bürgermeister Brütting meinte, dass es in der Baugenehmigung eine entsprechende Regelung geben müsse und sagte eine Weitergabe an die untere Baurechtsbehörde zu. Stadträtin Julia Gaiser erkundigte sich, wie viele Familien keinen Platz im Neubaugebiet „Auhölzle“ bekommen haben.Der Vorsitzende verwies hierzu auf die Behandlung der Thematik in der nächsten Gemeinderatssitzung am 20.07.2021 mit der öffentlichen Vergabe der Bauplätze und einer ausführlichen Darstellung in den Sitzungsvorlagen. Er merkte an, dass voraussichtlich alle Bauplätze verkauft werden können.

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