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Meldung vom 29. April 2026

Neukonzeption im städt. Kindergartenbereich

Die Anforderungen und Bedingungen für die städtische Kinderbetreuung haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert.   Konkret handelt es sich dabei um:   Fachkräftemangel: Wie viele Städte stehen wir seit einiger Zeit vor dem Problem, dass nicht ausreichend pädagogisches Personal zur Verfügung steht. Trotz erheblichem finanziellen Aufwand für Leiharbeitskräfte konnte die Nachmittagsbetreuung in den städtischen Kitas nicht immer sichergestellt werden.   Veränderte Nachfrage: Die Zahl der Kinder, die eine Ganztagesbetreuung benötigen, ist zurückgegangen. Aktuell sind es nur noch 22 Kinder von insgesamt ca. 398 Kindern in ganz Heubach, die ausschließlich ganztags betreut werden.   Verlässlichkeit: Für berufstätige Eltern, die keine andere Betreuungsmöglichkeit haben, ist ein verlässliches Ganztagsangebot besonders wichtig. Leider konnte diese Verlässlichkeit in letzter Zeit aus den genannten Gründen häufig nicht garantiert werden.   Der Verantwortung für die Gesamtstadt Heubach mit allen Bereichen bewusst, hat sich die Verwaltung und der Gemeinderat im ersten Quartal 2026 dieser Thematik angenommen. Der Gemeinderat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 24. März einen Beschluss zur Neustrukturierung gefasst.   Das Konzept sieht vor, die wenigen Nachfragen nach einer Ganztagesbetreuung in der Triumphini Kinderwelt zu konzentrieren und das Angebot einer Ganztagesbetreuung im Eltern-Kind-Zentrum und im Kinderhaus in den nächsten Jahren auslaufen zu lassen.   Zudem soll künftig nicht mehr die Möglichkeit der Mischung des Betreuungsumfangs, sogenannte Mixbetreuung, angeboten werden. Dabei orientierte sich die Verwaltung und der Gemeinderat nicht an einzelnen Interessen, sondern an dem Gemeinwohl.   Durch das vorhandene Personal kann künftig eine Betreuung verlässlich bis 17.00 Uhr angeboten werden. Zudem können durch den geringeren Personalbedarf jährlich bis zu 315.000 € eingespart werden.   Insgesamt müssten in den kommenden Kindergartenjahren 14 Kinder, die bereits einen Aufnahmevertrag haben, die Einrichtung wechseln.   Für weitere 10 Krippenkinder der Triumphini Kinderwelt steht auch ein Wechsel der Einrichtung an. Für diese Kinder besteht nur ein Betreuungsvertrag bis zum 3. Lebensjahr. Auch mussten diese Kinder bereits in der Vergangenheit ab dem 3. Lebensjahr zumindest die Gruppe wechseln und aus Kapazitätsgründen auch teilweise die Einrichtung.   Der Betreuungsumfang wird in jedem Einzelfall jeweils beibehalten.   Der Entscheidung des Gemeinderates sind zahlreiche Gespräche der Stadtverwaltung mit dem städtischen pädagogischen Personal, Beratungen durch den Evangelischen Landesverband - Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg e.V., der Austausch mit anderen Kommunen und die Einholung von rechtlichen Expertisen vorausgegangen.   Nach der Entscheidung des Gemeinderats, wurde wie geplant mit den Elternbeiräten Gespräche geführt und die Umsetzung der beschlossenen Maßnahme besprochen. Auch wurden die Eltern hierüber informiert.   Dabei wurde die Neukonzeption im Sinne der Eltern und Kinder weiterentwickelt.   Die Anpassung sieht folgendes vor: - Das Eltern-Kind-Zentrum bietet künftig nur noch eine VÖ-Betreuung (07.30 Uhr bis 13.30 Uhr) an - Das Kinderhaus bietet künftig neben der VÖ-Betreuung nur noch eine GT40-Betreuung (07.00 Uhr bis 15.00 Uhr) an - Die Triumphini Kinderwelt bietet auch weiterhin die aktuellen Betreuungsformen sowohl in den Krippengruppen als auch in der Kindergartengruppe an (VÖ, GT40 und GT50 (07.00 Uhr bis 17.00 Uhr). Hier besteht die Möglichkeit einer Mixbetreuung GT50/GT40 - Die Veränderungen gelten soweit wie möglich nur für Neuanmeldungen   Bei dieser Variante müssen nur noch 15 von insgesamt 398 vorhandenen Kindern die Einrichtung wechseln. Hiervon sind 10 Kinder ohne Vertrag (Krippenkinder). Teilweise wurden bereits in den vergangenen Tagen einvernehmlich Vereinbarungen mit Eltern für einen Wechsel getroffen, die der Neukonzeption offen gegenüberstehen. Das Einsparpotential reduziert sich auf Grund der Anpassungen auf jährlich ca. 252.000 €.   Zu dieser Weiterentwicklung, die dem Grunde nach auf einem Vorschlag der Eltern beruht, wurden die Elternbeiräte um eine Stellungnahme gebeten. Auch wurde ein Meinungsbild von den Einrichtungsleitungen der betroffenen Einrichtungen eingeholt. Am vergangenen Samstag hat der Gemeinderat, im Rahmen einer Klausurtagung, hierüber beraten. Um die Auswirkungen einer Neustrukturierung, die dringend notwendig ist, zu reduzieren, hat sich das Gremium für diese Weiterentwicklung entschieden.   Der Gemeinderat plant in der nächsten Sitzung die Weiterentwicklung formal zu beschließen.   Die Entscheidung für diese Änderungen wurde nach sorgfältiger fachlicher, pädagogischer und organisatorischer Abwägung getroffen. Dabei steht nicht das Einzelinteresse, sondern das gesamtstädtische Wohl und die Verantwortung für alle Kinder und Familien in Heubach im Mittelpunkt.   Es ist der Stadt Heubach wichtig, flexibel auf gesellschaftliche und organisatorische Veränderungen zu reagieren und das Angebot entsprechend weiterzuentwickeln. Auch künftig wird Heubach die Bedarfsentwicklung im Blick behalten und das Betreuungskonzept regelmäßig evaluieren.      
Meldung vom 30. März 2026

Bericht aus der Sitzung des Gemeinderats

Die Gemeinderatssitzung hat am Dienstag, den 24.03.2026, in der Heubacher Stadthalle unter Vorsitz von Bürgermeister Dr. Joy Alemazung stattgefunden.   Vorab beantragt der Bürgermeister den Tagesordnungspunkt 6, Änderung der Friedhofsgebührensatzung mit Neukalkulation der Gebühren, zurückzustellen. Hier bestehe noch weiterer Klärungs- und Informationsbedarf, sodass eine fundierte Beratung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich sei. Der Gemeinderat folgt dem Vorschlag des Bürgermeisters einstimmig .
Engagierte Gruppe: Mehr als 20 Kinder und Jugendliche beteiligten sich am KlotzbachCleanUp
Meldung vom 24. März 2026

Heubacher Jugend setzt starkes Zeichen für saubere Gewässer

Zum Weltwassertag: Müllsammelaktion „KlotzbachCleanUp“ führte zahlreiche junge Menschen an den Klotzbach.   Mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken ausgerüstet, machten sich am Weltwassertag mehr als 20 Kinder und Jugendliche auf den Weg entlang des Klotzbachs – mit einem klaren Ziel: anpacken statt wegschauen. Bei der Aktion „KlotzbachCleanUp“ befreiten sie insbesondere den Bereich rund um den städtischen Bauhof auf der Gemarkung Böbingen von achtlos entsorgtem Abfall.   Die Initiative geht auf Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis zurück, der gemeinsam mit seinen Kolleginnen Melanie Horlacher und Timna Hörger die Aktion organisierte und begleitete. „Wir wollten so viel Müll wie möglich aus den Bachufern entfernen – und gleichzeitig das Bewusstsein für die Verschmutzung unserer Gewässer stärken“, erläuterte Dionyssiotis.   Was die jungen Helferinnen und Helfer dabei entdeckten, sorgte für Erstaunen: „Vor allem Verpackungen, Flaschen und Stoffreste lagen überall herum“, berichtete Emanuel, Schüler des Rosenstein-Gymnasiums. Die Menge des gesammelten Mülls habe ihn „ziemlich schockiert“. Auch Bürgermeister Dr. Joy Alemazung ließ es sich nicht nehmen, selbst mit anzupacken. Als Schirmherr der Aktion zeigte er sich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen: „Hier wird sichtbar, was Gemeinschaft bedeutet: Verantwortung übernehmen, unsere Umwelt schützen und unsere Stadt aktiv mitgestalten. Ihr habt gezeigt, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann.“ Bürgermeister Dr. Alemazung bedankt sich beim Organisationsteam und alle Mitstreitern.    Der Weltwassertag am 22. März, der seit 1992 von den Vereinten Nationen ausgerufen wird, macht jedes Jahr auf die Bedeutung von Wasser als lebenswichtige Ressource aufmerksam. Der „KlotzbachCleanUp“ knüpft genau daran an: Weniger Müll in unseren Bächen und Flüssen bedeutet langfristig auch weniger Plastik in den Weltmeeren – und dieser Einsatz beginnt direkt vor der eigenen Haustür. Nach getaner Arbeit klang der Tag beim gemeinsamen Pizzaessen in geselliger Runde aus – ein verdienter Abschluss für einen Einsatz mit großer Wirkung.