Meldung vom 06. Mai 2026
„Perfekt war gestern“ - Ein Vortrag darüber warum unter anderem ein gutes Selbstwertgefühl der beste Schutz gegen Süchte ist
Unter dem Motto „Perfekt war gestern! Der beste Schutz gegen Sucht“ berichtete die Speakerin, Autorin und zweifache Mama Kera Rachel Cook vor rund 140 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 7 der Heubacher Realschule, des Rosenstein- Gymnasiums, der Schillerschule und der Mörikeschule, über Themen wie Schlankheitswahn, ein gesundes Körpergefühl, welche Süchte es gibt, welcher Schutz helfen kann und wie Sie selbst eine Sucht entwickelte und es aus dieser herausgeschafft hat. Zum Einstieg geht Kera Rachel Cook mit den Schülerinnen und Schülern auf Spurensuche. Welche Süchte gibt es? Welche Süchte kennt ihr? Gibt es Süchte die Jungs mehr betreffen als Mädchen? Schnell entwickelt sich ein reger Austausch zwischen der Speakerin und den Schülerinnen und Schülern. Es wird erörtert, dass wenn es einem nicht gut geht, man einem größeren Risiko ausgesetzt ist süchtig zu werden als wenn es einem gut geht. Kera Rachel Cook gibt den Jugendlichen auch Antworten auf die Frage darauf, was gegen eine Sucht helfen kann. Familie, Selbstwert, Umfeld und Gesellschaft. Der Rückhalt und das Gespräch mit der Familie und Freunden, sich mit Dingen wie Musik und Hobbys zu beschäftigen und ein starkes Selbstwertgefühl können dabei helfen nicht in eine Sucht zu geraten oder aus dieser wieder herauszukommen. Als jemand die selbst von einer Essstörung betroffen war, weiß Kera Rachel Cook aus eigner Erfahrung wie sich Sucht Erfahrungen anfühlen und was dagegen helfen kann. Ein weiterer Grund weshalb Jugendliche in eine Sucht rutschen können sind Vorbilder. Den Jungs wird beispielswiese in Rap Videos gezeigt, was (vermeintlich) männlich sein bedeutet. Geld, Uhren, Autos, Alkohol. Das ist die männliche Welt. Wenn du so bist und das hast, dann bist du männlich. Das wird den Jugendlichen suggeriert. Auch die Fitnesssucht spielt bei vielen, vor allem männlichen Jugendlichen, eine immer größere Rolle. Der Wunsch nach immer mehr Muskeln, immer breiter zu sein und um sich dann beim Blick in den Spiegel zu schmal und nicht muskulös zu finden. Ganz offen und bewegend erzählt die ehemalige Germany’s Next Topmodel-Kandidatin und frühere Plus-Size-Model Kera Rachel Cook, wie sie schon mit 15 Jahren ihren Traum von einer Model- und Schauspielkarriere verfolgte. Nach zahlreichen Castings und Workshops geriet sie jedoch in einen Teufelskreis aus Essstörungen und Magerwahn. Elf Jahre lang kämpfte sie gegen ihren eigenen Körper – eine Zeit, die sie krank machte und viele Klinikaufenthalte erforderte. Erst durch intensive Therapien fand sie zu Selbstliebe und Selbstbewusstsein zurück. „Es ist sehr schwer, mit einer Essstörung zu leben und da wieder herauszukommen. Aber es ist möglich – ich bin der Beweis“, sagt sie. Heute verzichtet sie auf Make-up, kleidet sich bewusst schlicht und weiß, dass ihr Wert über das Äußere hinausgeht. Mit Vorträgen an Schulen möchte sie junge Menschen vor unrealistischen Schönheitsidealen schützen. Die anschließende Fragerunde zeigte, wie relevant das Thema ist. Mit anschaulichen Beispielen sensibilisierte sie die Schülerinnen und Schüler für Sucht, Prävention und ein gesundes Körpergefühl – und vermittelte eine klare Botschaft: Das eigene Ich ist das Wertvollste.