Theater sensibilisiert für Gefahren im Netz
„Total vernetzt – und alles klar!?“ regt zum Nachdenken über digitale Medien an
„Total vernetzt – und alles klar!?“ Unter diesem Titel präsentierte das Ensemble „Q-rage“ aus Ludwigsburg ein Theaterstück rund um den Umgang mit digitalen Medien. Mit einer lebendigen Inszenierung machte das Schauspiel-Duo deutlich, welche Risiken die digitale Welt mit sich bringen kann und worauf Jugendliche im Netz besonders achten sollten.
In fünf Spielszenen veranschaulichten die Schauspieler Nadja Dellagiacoma und Luke Sommer als Geschwister Lisa und Henrik rund 200 Schülerinnen und Schülern der Mörikeschule, des Schulverbunds Heubach und des Rosenstein-Gymnasiums die Gefahren digitaler Medien. In zwei getrennten Aufführungen vermittelten sie ihre Botschaft auf humorvolle und zugleich anschauliche Weise.
Schüler- und Lehrervideos werden geteilt und weitergeleitet, Lisa lästert im Chat über Mitschüler, während Henrik stundenlang Ego-Shooter spielt. Als Henrik ein Foto von sich postet, auf dem er betrunken am Boden liegt, wird dieses verändert und im Internet verbreitet. Schnell wird er zum Gespött der Schule. Lisa wiederum lernt im Chat einen vermeintlichen „Tobi“ kennen und gibt arglos persönliche Daten preis.
Das Schauspielerduo Nadja Dellagiacoma und Luke Sommer schlüpfte abwechselnd in die Rollen der Geschwister und der Moderatoren. An zentralen Stellen reflektierten sie gemeinsam mit den Schülern das Verhalten der Figuren. Jugendsachbearbeiterin Nadine Bosch vom Polizeiposten Heubach ergänzte die Szenen um wichtige rechtliche Hintergründe zu Handyvideos, Beleidigungen im Chat und der Verbreitung von Bildern im Internet.
Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis betont, dass „nach wie vor Bedarf besteht, Schüler beim Umgang mit persönlichen Daten auf sozialen Netzwerken zu sensibilisieren.“
Die folgenden Szenen zeigten, dass Jugendliche das Internet häufig unbedarft nutzen. Schnell kann es zur Kostenfalle werden, wenn die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) nicht gelesen werden.
Die Sechstklässler verfolgten das Geschehen auf der Bühne hochinteressiert, fragten nach und beteiligten sich rege. Dabei wurde offenkundig, dass viele Schüler bereits über diesbezügliche Erfahrungen verfügen.
„Damit Kinder den Gefahren aus dem Internet effektiv begegnen können, benötigen sie Informations- und Aufklärungsangebote. Deshalb wird Jugendsachbearbeiterin Nadine Bosch vom Polizeiposten Heubach alle sechsten Klassen besuchen, um sie auf die Tücken des Netzes aufmerksam zu machen“, erläutert Schulsozialarbeiterin Timna Hörger von der Schillerschule und dem Rosenstein-Gymnasium.
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