„Püppchen“ ermutigt zur Selbstakzeptanz

Starke Bilder, starke Botschaft: Szene aus „Püppchen“.

Präventionstheater zum Thema Essstörungen
 
„Ich mag mich so, wie ich bin!“ – diese zentrale Botschaft vermittelt das Präventionstheaterstück „Püppchen“ des Theater SNF – Sorgfältig. Nachhaltig. Frei., das in der Heubacher Stadthalle aufgeführt wurde. Rund 100 Siebtklässlerinnen und Siebtklässler des Rosenstein-Gymnasiums sowie der Schillerschule verfolgten die Aufführung aufmerksam und bewegt.
Das Stück erzählt die Geschichte der beiden Jugendlichen Lena und Shirin, die auf unterschiedliche Weise versuchen, mit ihren inneren Konflikten umzugehen – und dabei in eine Essstörung geraten. Shirin leidet an Magersucht, Lena an Bulimie. Während Lena zu Hause ständig funktionieren und stark sein muss und ihr Leben als kaum erträglich empfindet, hungert Shirin zunehmend, um abzunehmen. Ihre Wahrnehmung ihres eigenen Körpers verändert sich dabei immer stärker – dennoch fühlt sie sich weiterhin zu dick.
Realitätsnah und eindringlich zeigt das Theaterstück, wie Essstörungen entstehen, welchen Schaden sie anrichten und wie sehr sie das Leben der Betroffenen beeinträchtigen.
„Das Theaterensemble machte sehr anschaulich deutlich, wie Essstörungen Menschen schaden und welche Ursachen und Folgen diese Erkrankungen haben. Gleichzeitig weist das Stück auf Hilfsmöglichkeiten hin“, erläutert Schulsozialarbeiterin Timna Hörger.
Die Leistung der Schauspielerinnen Sarah Gros und Annabella Akçal wurde mit großem Applaus honoriert. In der anschließenden Nachbereitung hatten die Jugendlichen Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre Eindrücke zu schildern. Dabei setzten sie sich vertieft mit dem Thema auseinander.
Zusätzlich erhalten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Canisius-Beratungsstelle die Möglichkeit, ihre Wahrnehmung für auffällige Verhaltensweisen und äußere Anzeichen von Essstörungen zu schärfen und werden über professionelle Hilfsangebote informiert.
 

Die Schauspielerinnen wechseln die Perspektiven – und machen die inneren Konflikte der Figuren greifbar.
(Erstellt am 16. Februar 2026)