Die Königin der Instrumente öffnet ihre Geheimnisse - Orgelpräsentation in St. Bernhard fasziniert das Publikum
Ein beeindruckendes Klangwunder stand jüngst im Mittelpunkt in der katholischen Kirche St. Bernhard in Heubach: Die große Orgel, ehrfürchtig als „Königin der Instrumente“ bezeichnet, öffnete ihre Geheimnisse für ein interessiertes Publikum. Der Organist Martin Thorwarth, nahm die Besucher mit auf eine ebenso fachkundige wie persönliche Reise durch die faszinierende Welt der Orgel.
Mit mehr als 2.500 Pfeifen, drei Manualen, zahlreichen Registern und einem Schwellwerk, das ein stufenloses Anschwellen des Tons ermöglicht, beeindruckt das Instrument aus dem Jahr 1964 nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine technische Raffinesse und enorme Klangvielfalt. Die größte Pfeife misst fast vier Meter, die kleinste hingegen nur wenige Zentimeter – ein anschauliches Beispiel für den enormen Tonumfang der Orgel, die mühelos den Klang eines ganzen Orchesters entfalten kann.
Anschaulich erklärte Martin Thorwarth die komplexe Funktionsweise des Instruments, berichtete von den Herausforderungen des Tastenspiels und verriet so manche Kuriosität aus dem Inneren der Orgel. Staunende Blicke erntete er, als er erzählte, dass das Stimmen der Orgel ganze zwei Tage in Anspruch nimmt – und dass der hintere Teil des Instruments so hoch liegt, dass man ihn nur mit einer Leiter erreicht.
Natürlich durfte auch die Musik nicht fehlen: Mit Auszügen aus „Fluch der Karibik“ bewies Thorwarth eindrucksvoll die Vielseitigkeit der Orgel, während „Stern über Bethlehem“ für besinnliche Momente sorgte. Auch die Kinder konnten die Orgel live und selbst ausprobieren. Den krönenden Abschluss bildete Johann Sebastian Bachs berühmte „Toccata in d-Moll“, die den Kirchenraum kraftvoll erfüllte und mit beherztem Applaus belohnt wurde.
Die Begeisterung war deutlich spürbar: Die Besucher hörten aufmerksam zu, staunten über die Dimensionen des Instruments und ließen sich von Klang und Geschichte gleichermaßen mitreißen.
Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis organisierte die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Schulverein am Rosenstein-Gymnasium (SaRose).
