Wenn Papier plötzlich lebendig wird
Kinder tauchten beim Pop-up-Workshop in die Welt beweglicher Papierkunst ein
Aus einem flachen Blatt Papier kann etwas entstehen, das sich bewegt, überrascht und beim Aufklappen eine kleine Geschichte erzählt. Genau das erfuhren Kinder bei einem besonderen Workshop im Rahmen des Heubacher Ferienprogramms an der Schillerschule.
Unter Anleitung der Papierkünstlerin Athi Premlumleark entstanden fantasievolle Pop-up-Karten. Mit Faltungen, Schnitten und Klebungen verwandelten die Kinder gewöhnliche Papierbögen in dreidimensionale Kunstwerke. „Es ist faszinierend zu sehen, wie Kinder mit ein paar Handgriffen aus einfachem Papier kleine Kunstwerke erschaffen“, sagte Premlumleark nach dem Workshop.
Eine Besonderheit: Gearbeitet wurde ausschließlich auf Englisch. Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis übersetzte simultan. „Die Kinder hatten nicht nur Spaß am Basteln, sondern auch daran, neue Wörter und Redewendungen auf Englisch zu lernen“, so Dionyssiotis.
Hinter der Pop-up-Technik steckt mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Mathematik, Kunst und Kreativität greifen ineinander, wenn aus einer ebenen Fläche bewegliche Elemente entstehen. Die Kinder konnten unmittelbar ausprobieren, wie Faltungen und Schnitte zusammenspielen und dadurch beim Öffnen der Karten überraschende Effekte erzeugen.
„Am schönsten war der Moment, wenn sich die Karten öffneten und das eigene Motiv plötzlich zum Leben erwachte“, schwärmte die neunjährige Theresa, die bereits im vergangenen Jahr am Workshop teilgenommen hatte.
Am Ende des Workshops nahmen die jungen Papierkünstler ihre individuellen Karten mit nach Hause. Zurück blieben nicht nur bunte Ergebnisse, sondern auch die Erfahrung, dass sich mit Papier, etwas Geduld und einer guten Idee erstaunlich viel bewegen lässt.
