Zivilcourage von klein auf: Schüler werden Helfis - Grundschüler der Heubacher Schillerschule handeln im Ernstfall souverän
„Keiner ist zu klein, um Helfer zu sein“ – diesen Slogan aus dem Ausbildungsprogramm des Deutschen Roten Kreuzes haben sich 13 Schülerinnen und Schüler der Heubacher Schillerschule zu eigen gemacht.
Mit dem Ziel, Kinder bereits in der Grundschule für Notfälle zu wappnen und ihre Zivilcourage zu stärken, absolvierten Dritt- und Viertklässler der Schillerschule in Zusammenarbeit mit dem DRK die Ausbildung zu sogenannten „Helfis“.
Dabei lernten die jungen Helfer unter anderem die richtige Wundversorgung, wie eine bewusstlose Person in die stabile Seitenlage gebracht wird und wie ein Notruf korrekt abgesetzt wird. Anschließend durften sie sich gegenseitig Arm und Fingerkuppen fachgerecht verbinden.
„Fasst niemals die Innenseite eines Pflasters mit bloßen Fingern an, wedelt nicht damit herum und achtet darauf, dass es nicht auf den Boden fällt, damit es steril bleibt“, erklärte Ausbilderin Ilona Meyer.
Für besondere Heiterkeit sorgte das gegenseitige Anlegen von Kopfverbänden. „Das macht Spaß und sieht witzig aus“, waren sich die engagierten Mädchen und Jungen nach getaner Arbeit einig.
An insgesamt drei Nachmittagen wurde den Schülerinnen und Schülern umfangreiches Wissen vermittelt. Sie wissen nun, wie sie im Notfall Hilfe anfordern können und sind in der Lage, kleinere, unkomplizierte Verletzungen selbstständig zu versorgen. Jede Klasse erhält zudem ausreichend Erste-Hilfe-Material, das auch bei Ausflügen eingesetzt werden kann.
Darüber hinaus werden die „Helfis“ künftig täglich in Teams während der großen Pause auf dem Schulhof im Einsatz sein. Dienstpläne sorgen dabei für einen reibungslosen Ablauf.
Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis betont, dass die „Helfis“ nicht nur fachliche Kompetenzen erworben haben, sondern auch ihre Zivilcourage und ihr Verantwortungsbewusstsein für andere Menschen nachhaltig gestärkt wurden.
